Suche
Schließe dieses Suchfeld.
© Fremantle/Alamy Stock Photo

Ein Symbol der Stadt

TEILEN

Marrakesch besitzt viele Orte voller Geschichte, doch kaum einer prägt das Gesicht der Stadt so sehr wie La Mamounia. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1923 erhebt sich das Grandhotel im Hivernage-Viertel als Inbegriff marokkanischer Gastfreundschaft, in dem Architektur, Kultur und Atmosphäre zu einer eigenen Kunstform werden. Winston Churchill, der hier regelmäßig verweilte und malte, nannte es den schönsten Ort der Welt – ein Urteil, das noch heute verständlich wird, sobald man die schattigen Arkaden durchschreitet, den Duft von Jasmin und Orangenblüten wahrnimmt oder den Blick in die üppigen Gärten schweifen lässt, die wie eine grüne Oase vor den Toren der Medina liegen.

La Mamounia ist kein gewöhnliches Hotel, sondern ein Mikrokosmos aus Ornamenten, Kapitellen, Wasserbecken und Lichtspielen, ein Ort, an dem Handwerkskunst nicht museal wirkt, sondern lebendig bleibt und in die Gegenwart hineinreicht. Mosaike aus Zellige, kunstvoll geschnitzte Holztüren und filigrane Schmiedearbeiten erzählen von einer jahrhundertealten Tradition, die hier gepflegt und zugleich neu interpretiert wird. Diese unverwechselbare Stimmung bildet den Kern eines neuen Buches, das in Zusammenarbeit mit dem Pariser Verlag Assouline entstanden ist. Verfasst von der französischen Autorin Laurence Benaïm, bekannt für ihre feinfühligen Porträts und ihre Liebe zu atmosphärischen Details, entfaltet sich darin La Mamounia nicht als Hotel im klassischen Sinn, sondern als ein Universum aus Räumen, Stimmen und Geschichten.

Benaïm beschreibt die Gärten und ihre Olivenhaine ebenso wie die schattigen Patios, die Rituale im Hammam oder das Spiel des Lichts, das den Rhythmus des Hauses bestimmt. Sie lässt Menschen auftreten, die diesem Ort ihre Aura verliehen haben – Künstler, Musiker, Schauspieler und Staatsmänner, deren Gegenwart Teil der Legende wurde. Namen wie Jacques Brel, Juliette Binoche, Adrien Brody, Jennifer Aniston oder Salma Hayek tauchen auf, doch entscheidend ist nicht die Prominenz, sondern der Augenblick, in dem sie hier waren. La Mamounia erscheint als Bühne für Begegnungen, mal glanzvoll, mal still, stets durchzogen von einer besonderen Intensität.

Das Buch blättert sich wie ein Spaziergang durch das Anwesen: Man verweilt an einem Brunnen, folgt den schmalen Wegen durch den Garten, betritt die Salons mit ihren kunstvollen Decken. Es lädt nicht dazu ein, eine Chronik zu lesen, sondern lässt den Leser eintauchen in eine Atmosphäre. Assoulines opulente Bildsprache verstärkt diesen Eindruck – sie zeigt Architektur, Interieurs und Landschaft nicht als starres Erbe, sondern als Teil eines lebendigen Rhythmus, der Gäste seit über hundert Jahren fasziniert.

Dass La Mamounia ein Leading Hotel of the World ist und regelmäßig zu den besten Hotels der Welt gezählt wird, von den World Travel Awards bis zu Condé Nast Traveler, bestätigt, was Generationen von Besuchern gespürt haben: Hier wird Luxus nicht inszeniert, sondern als Haltung der Aufmerksamkeit und Großzügigkeit gelebt.

Dass La Mamounia Teil der Leading Hotel of the World ist und von den World Travel Awards bis zu Condé Nast Traveler regelmäßig unter die besten Häuser der Welt gewählt wird, bestätigt, was Generationen von Gästen längst gespürt haben: Luxus bedeutet hier Aufmerksamkeit und Großzügigkeit, nicht Inszenierung.Die große Renovierung durch Jacques Garcia im Jahr 2009 und die behutsame Neugestaltung durch Patrick Jouin und Sanjit Manku 2020 haben gezeigt, wie das Haus die Balance zwischen Tradition und Moderne beherrscht. Mit 136 Gästezimmern, 71 Suiten und drei privaten Riads bietet es heute Rückzugsorte von fast szenischer Qualität, in denen Intimität und Großzügigkeit in feiner Balance stehen.

Die Publikation, die jetzt erscheint, ist in diesem Sinn mehr als ein Bildband. Auf 208 Seiten im Großformat präsentiert sie La Mamounia als Spiegel von Marrakesch, als Ort, an dem Geschichte, Handwerk und Gegenwart einander durchdringen. Laurence Benaïm gelingt es, mit einer Sprache voller Leichtigkeit und Präzision die Essenz dieses Hauses einzufangen – zwischen Ornament und Gartenpfad, zwischen den Stimmen der Vergangenheit und den Schichten der Gegenwart.

Wer die Seiten aufschlägt, entdeckt Marrakesch mit neuen Augen, selbst wenn er nie dort war. Denn La Mamounia ist weniger ein Hotel als ein Zustand, ein Versprechen von Schönheit, Gastfreundschaft und zeitloser Eleganz, das über Generationen hinweg Bestand hat und die Magie dieser Stadt wie ein Brennglas bündelt. Weitere Informationen unter ASSOULINE und LA MAMOUNIA

Titelfoto © Fremantle/Alamy Stock Photo

VIVA Monaco Redaktion

Wir berichten über die schönen Dinge des Lebens

Immer
schön
dran
bleiben!

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut. Danke!
VIVA la Newsletter! Bitte schauen Sie jetzt in Ihr Email-Postfach und klicken Sie auf den Bestätigungslink, um Ihre Anmeldung abzuschließen.

Newsletter

Melde Sie sich zu unserem VIVA Monaco Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.