Wenn sich ein Duft in Kunst verwandelt, entsteht mehr als ein olfaktorisches Erlebnis – es entsteht eine Erzählung. Mit Mesmerising Oudh Accord & Gold hat Molton Brown einen Klassiker geschaffen, der seit über einem Jahrzehnt mit seiner opulenten, würzigen Tiefe fasziniert. Jetzt erfährt die Komposition eine neue, künstlerische Dimension in der Reihe Artists of Note, in der zeitgenössische Kreative eingeladen sind, die Düfte der Marke auf ihre eigene Weise zu interpretieren. Für diese Edition wurde die Londoner Künstlerin Karimah Hassan ausgewählt, deren Werk zwischen Street Art, Malerei und Poesie changiert. Ihr Beitrag, ein Diptychon und ein Gedicht mit dem Titel The Golden Bridge, ist eine Hommage an Herkunft, Erinnerung und das, was Düfte unausgesprochen erzählen. In Hassans Welt ist Mesmerising Oudh Accord & Gold mehr als ein Parfum – es ist eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wurzeln und Selbstverständnis, zwischen Londoner Straßen und jemenitischen, walisischen oder bangladeschischen Familiengeschichten. In goldenen, bernsteinfarbenen und verbrannten Rottönen schichtet sie Emotionen auf Leinwand, so wie Parfümeurin Sylvie Fischer Noten übereinanderlegt: Bergamotte als schimmernde Ouvertüre, Oudh als dunkles, rauchiges Herz, Harze als wärmende Basis mit honigartiger Tiefe. Ihr Gemälde gleicht einer visuellen Entsprechung des Duftes – vielschichtig, leuchtend, mit einer sinnlichen Gravität, die den Blick fesselt.


Hassan beschreibt ihre Arbeit als „eine Alchemie der Umwandlung von Düften in Zeremonien“. In ihren Worten klingt das Parfum wie ein Ritual, das Erinnerungen wachruft: an ihren Vater, der am Morgen Zedern- und Moschusdüfte aufträgt, an ihren Großvater, dessen Hände nach Gold und Tee duften, an die Märkte, das Licht, die Geräusche vergangener Orte. In ihrem Gedicht fließt diese Erinnerung weiter, getragen vom Rhythmus Londons – eine Stadt, in der Identität ständig neu verhandelt wird. „Oudh whispers low, like a voice from home“, schreibt sie, „a golden bridge where lost worlds roam.“ Das Gedicht ist zugleich Bekenntnis und Reise: Jede Note, jede Zeile wird zum Symbol der kulturellen Vielstimmigkeit, die Hassans Kunst prägt. Die Parfümeurin Sylvie Fischer, die den Duft erschuf, spricht von Olibanum als einer „wunderschönen Verschmelzung von süßen, holzigen Akkorden mit harziger, intensiver Finesse“ – ein Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten, das in Hassans Werk eine visuelle Entsprechung findet. Während die Komposition sich auf der Haut entfaltet, entsteht das Gefühl, an einer Schwelle zu stehen: zwischen Tag und Nacht, zwischen Körper und Erinnerung, zwischen flüchtigem Duft und bleibendem Eindruck. Die Neuauflage des Duftes präsentiert sich in einem modernen Metallic- und Gold-Ombre-Flakon, der die Idee der Transformation weiterträgt. Das goldgesprenkelte Harz auf der Kappe reflektiert Licht wie flüssiges Metall – ein Objekt, das an den Übergang von Materie zu Emotion erinnert. So wie der Duft selbst den Moment zwischen Präsenz und Erinnerung einfängt, wird der Flakon zum Sinnbild für das Zusammenspiel von Luxus und Bedeutung. In der Essenz des Parfums verbinden sich die Hitze eines orientalischen Waldes mit der Klarheit britischer Parfümeriekunst. Nichts wirkt aufgesetzt, alles fließt – von der würzigen Wärme des Oudh-Akkords über die zitrische Helligkeit der Bergamotte bis hin zur balsamischen Tiefe der Harze. Es ist ein Duft, der sich langsam entfaltet, wie eine Geschichte, die man Schicht für Schicht entdeckt. Und vielleicht liegt genau darin sein Erfolg: in der Balance aus Dekadenz und Intimität, aus Ferne und Nähe, aus Ritual und Selbstverständnis. Hassan beschreibt das Tragen des Parfums als „eine Bewegung, wie auf einem Streitwagen vorwärtszufahren“ – ein Bild, das Stärke, Stolz und Selbstbewusstsein vereint. In ihrem Diptychon reflektieren die goldenen Schichten diese Energie: Sie sind Ausdruck einer inneren Leuchtkraft, eines Selbstverständnisses, das sich in Duft, Farbe und Geste zugleich ausdrückt. Wie ihre Gemälde verlangt auch der Duft einen zweiten Blick, eine bewusste Annäherung, um die Tiefe seiner Schichten zu erkennen. Mesmerising Oudh Accord & Gold wird so zu einem Spiegel – für Geschichten, für Herkunft, für Identität. Und vielleicht ist das das Geheimnis seiner anhaltenden Faszination: Er spricht nicht von flüchtiger Schönheit, sondern von der Würde des Erinnerns. Weitere Informationen unter MOLTON BROWN