Runamics ist eine davon: mit ihrer weltweit ersten komplett biologisch abbaubaren, Cradle to Cradle-zertifizierten Running Shorts setzt die Sportmarke neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit. Cradle to Cradle bedeutet, dass Produkte vollständig wiederverwertet werden und kreislauffähig sind, etwa indem aus bereits verwendeten Materialien neue entstehen oder alle Einzelteile kompostierbar sind. Runamics setzt dabei auf unterschiedliche Materialien und bietet mittlerweile eine Kollektion aus Sport-Essentials für jeden Geschmack an.

Doch jedes Kleidungsstück sieht irgendwann auch seinem Ende entgegen. Wenn dieses gekommen ist, bittet runamics die Kunden, alle Cradle to Cradle zertifizierten Produkte zurückzuschicken. Zunächst soll das Material einem weiteren Nutzen zukommen (z. B. als Polstermaterial für einer Cradle to Cradle Sporttasche), das Konzept wird aktuell ausgearbeitet. Zuletzt wird das Material professionell kompostiert. Als Dankeschön für die Rücksendung erhalten die Kunden*innen einen Rabatt auf eine neue Shorts.
Zusammen mit Produkten anderer Marken wird die Shorts dann zu wertvollem Humus kompostiert. Der biologische Kreislauf schließt sich und die genutzten Ressourcen werden an die Erde zurückgegeben. Oft wird die Frage gestellt, ob das Produkt auch im Garten vergraben werden kann; in der
Theorie wäre das möglich. Sie würde dort zunächst neutral liegen wie ein Stein und sich dann langsam zersetzen. Dies würde einige Jahre dauern, aber dennoch bedeutend schneller ablaufen, als bei einer Shorts aus herkömmlichem Polyester oder Polyamid. Diese Materialien brauchen viele Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte, um sich zu zersetzen. Dennoch empfiehlt runamics das Vergraben nicht. Es kann schließlich nicht die Lösung sein, dass Menschen überall ihre nicht mehr gebrauchten Produkte vergraben.

Firmen müssen Verantwortung für die Weiterverarbeitung oder Entsorgung der Produkte übernehmen, die sie in den Kreislauf gebracht haben, so Steffen Otten, Gründer der runamics GmbH.
Sollte also das Worst-Case-Szenario eintreten, und das Produkt am Ende doch in der Umwelt oder auf einer Deponie landen, so würde es sich unschädlich wieder zersetzen. Ein weiterer wichtiger Unterschied zu konventionellen Produkten ist die oft eingesetzte Chemie. Bei Produkten aus herkömmlichem Plastik wird viel bedenkliche Chemie verarbeitet. So wird für die Herstellung von klassischem Polyester z.B. meist Antimontrioxid verwendet. Antimon ist ein krebserregendes Halbmetall. Auf der Haut oder in der Natur hat dies nichts verloren, auch nicht in kleinsten Mengen. Die runamics Shorts sind frei von bedenklicher Chemie und richten so weder am Körper noch in der Natur Schaden an.
Die Vision der kleinen Firma ist eine Sportwelt ohne Müll. Die größte Müllquelle im Sport ist und bleibt die Ausrüstung der Sportler*innen, also Kleidung und Schuhe. Der Konsum steigt in diesem Bereich stark an, denn Sportkleidung wird natürlich auch unter modischen Gesichtspunkten gekauft. Nach der Entsorgung landet davon leider noch immer ein großer Teil auf legalen oder illegalen Deponien, auch in fortschrittlichen Ländern wie Frankreich, Italien oder Luxemburg.