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Suite WALD.WEIT © Tim Karapetian

WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat

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Es gibt Orte, die einen bereits bei der Anreise entschleunigen. So wie beim Ankommen im Hotel WALD.WEIT oberhalb der beschaulichen Weinbau-Gemeinde Kiedrich im hessischen Rheingau. Wer die kurvenreiche Straße durch das Hoteltor und den sich anschließenden Privatwald hinauf zum Hotelgebäude fährt, merkt sofort, dass die Natur hier der Hauptakteur ist. Oben angekommen, eröffnet sich ein weiter Blick über den Rheingau bis hinein ins Rhein-Main-Gebiet, der einen erst einmal gefangen hält. Der Wald und die Weite prägen den Aufenthalt bereits beim Ankommen – eine Location, die ihrem Namen alle Ehre macht.

Architektur trifft Natur

Zugegeben, bei der Hotelsuche für die nächste Auszeit denkt man nicht unbedingt an den Rheingau. Jedoch vollkommen zu Unrecht, denn das neue Designhotel WALD.WEIT sollte man auf dem Schirm haben. Seine abgeschiedene Lage mitten im Wald, der einmalige Weitblick und die gleichzeitige Nähe zu Wiesbaden, Mainz und Frankfurt machen einen Aufenthalt sowohl für Kultur- und Weinliebhaber, als auch Erholungssuchende und alle, die sich einen mentalen Reset wünschen, interessant.

WALD.WEIT Hotel © Tim Karapetian
WALD.FEIN Innenansicht_WALD.WEIT © Tim Karapetian

Wie es zur Idee kam, auf dem grünen Hochplateau einen Hotelkomplex mit derartigem Konzept zu errichten, erklärt der WALD.WEIT-Hoteldirektor Malte Budde: „Im Rheingau fehlte es an einem hochwertigen Hotel mit ausreichend Kapazitäten für größere Veranstaltungen und Tagungen, so kam die Idee von WALD.WEIT auf. Dabei war es der Inhaberfamilie ein Anliegen, einen Ort zu schaffen, der die Schönheit des Rheingaus erlebbar macht und Natur, Architektur sowie Gastlichkeit harmonisch miteinander verbindet.“

Auch die Architektur macht deutlich, dass hier kein beliebiges Designhotel entstanden ist. Die
80 Zimmer und Suiten öffnen sich dank großzügiger Fenster zur umliegenden Natur, schlichte Holzmöbel und warme Naturtöne schaffen eine wohlige Atmosphäre, die modern ist, aber nicht kühl wirkt. Die Grenzen zwischen Innen und Außen scheinen teilweise fast verschwimmen, etwa in der Lobby: dort fühlt man sich, als stünde man mitten in den Baumkronen. Auffällig ist auch die außergewöhnliche Holzfassade. Die langen, dünnen Elemente greifen die Struktur von Baumstämmen auf und verbinden das Haus architektonisch mit der Umgebung.

Suite im WALD.WEIT © Tim Karapetian

Leiser Luxus

Was das WALD.WEIT von anderen Luxus-Adressen unterscheidet: seine unaufgeregte Haltung bei gleichzeitig exzellentem Service. Hier wird nicht mit Gold und Marmor beeindruckt, sondern mit dem, was wirklich zählt: „Wir verstehen Luxus nicht als Inszenierung, sondern als Ruhe, Zeit und Qualität. Unser Anspruch ist ein leiser Luxus. Ganz nach dem Motto ankommen, loslassen und sich mit der Natur und der Region verbunden fühlen,“ sagt Malte Budde.

Gelegenheiten zur Ruhe zu kommen und sich auf das Wesentliche zu besinnen, bieten sich gleich mehrmals, zum Beispiel bei einer Tour auf den Wanderwegen, die direkt vor der Hoteltür starten, bei einer Yoga-Einheit mit Blick ins Grüne oder beim Saunagang auf der Dachterrasse.

WALD.WEIT Hotel

Nachhaltigkeit mit Weitblick

Viele Häuser werben heute mit Nachhaltigkeit, im WALD.WEIT wird sie konsequent umgesetzt. Bereits bei der Planung und im Bau spielte die Ressourcenschonung eine zentrale Rolle. Die Rückbaumassen des vorherigen Bestandsgebäudes wurden beim Neubau vollständig wiederverwertet, das Hotel nutzt zudem Geothermie, Photovoltaik, sowie eine Hackschnitzelanlage. Auch die intelligente Gebäude-Automation ist durchdacht, da sie unnötige Energieverschwendung verhindert. Wird zum Beispiel im Winter ein Fenster zum Lüften geöffnet, schaltet sich in dieser Zeit die Heizung aus, um Energie zu sparen. 

WALD.WEIT Restaurant

Auch kulinarisch bleibt das Haus seinem umweltbewussten Konzept treu. Im Restaurant WALD.FEIN etwa im angeschlossenen Nebengebäude steht Regionales und Saisonales im Mittelpunkt. Die fein zusammengestellten Menüs von Küchenchef Falk Richter wechseln ganz nach dem Farm-To-Table-Prinzip im Rhythmus der Jahreszeiten. Kräuter kommen aus dem Garten, Wild aus dem hoteleigenen Wald. Erzeugnisse lokaler Produzenten und Weine des Rheingaus prägen die Karte. Später am Abend lockt die Rooftop-Bar mit einem Glas Riesling und dem spektakulären Panorama des Rheintals.

Das WALD.WEIT ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Architektur, Naturerlebnis und Nachhaltigkeit zu einem stimmigen Ganzen verschmelzen können. Ein Hideaway, das genau in unsere Zeit passt. „Oft suchen wir Erholung in der Ferne und übersehen, wie nah besondere Auszeiten sein können,“ bringt es Malte Budde auf den Punkt. 

Text: Christina Berlinghof. Fotos: WALD.WEIT/Tim Karapetian

Christina Berlinghof

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