Wenn Michael Kors das Hauptquartier des World Food Programme in Rom besucht, entsteht ein Moment, der weit über modische Schlagzeilen hinausreicht. Zwischen Besprechungsräumen, Monitoren und den Menschen, die täglich an vorderster Front gegen Hunger arbeiten, wird spürbar, welche Kraft eine langfristige Partnerschaft entfalten kann. Kors traf WFP-Exekutivdirektorin Cindy McCain und weitere Führungspersonen, um über den Stand von Watch Hunger Stop zu sprechen – einer Initiative, die seit 2013 Schulmahlzeiten für Kinder in besonders vulnerablen Regionen ermöglicht. Mehr als 35 Millionen Mahlzeiten wurden seitdem bereitgestellt, doch für Kors ist dieser Besuch weniger Rückblick als Aufbruch.

Denn die Initiative hat in den vergangenen Jahren eine klare Richtung eingeschlagen: weg von kurzfristigen Maßnahmen, hin zu sogenannten Home-Grown-School-Feeding-Programmen. Ihr Prinzip ist einfach und gleichzeitig äußerst wirksam: Schulen beziehen ihre Lebensmittel direkt von lokalen Bauern, viele davon Frauen, die durch stabile Abnahmemengen ein gesichertes Einkommen, Schulungen und Arbeitsmaterialien erhalten. Gleichzeitig profitieren die Kinder von frischen, nahrhaften Zutaten aus ihrer eigenen Region. Gemeinschaften werden gestärkt, Wissen wächst, Ernährung verbessert sich – ein Kreislauf, der nicht nur Mahlzeiten liefert, sondern Strukturen stabilisiert und Zukunft schafft.
Sri Lanka ist der erste Standort dieser gemeinsamen Förderung. Dort unterstützt das Programm über drei Jahre hinweg 250.000 Schulkinder und 1.500 Bauernfamilien, die Eier, Gemüse und Obst für zehn Distrikte liefern. Dreißig Schulen erhalten Solarpanels, verbesserte Küchen und neue Unterrichtsräume – kleine Bausteine, die zusammengenommen eine nachhaltige Schulinfrastruktur schaffen. Kors beschreibt seinen Besuch in Rom als bewegend: Die Einblicke in die tägliche Arbeit, insbesondere das Memorial für Mitarbeiter, die ihr Leben im Einsatz verloren, erinnern daran, wie komplex und gefährlich humanitäre Arbeit sein kann.

2025 erhält Watch Hunger Stop ein sichtbares Symbol: zwei Sondereditionen von T-Shirts, die den Kern des Projekts in ein tragbares Statement übersetzen. Die Motive stammen aus Sri Lanka – Fotograf Maxime Poiblanc hat Obst und Gemüse festgehalten, die im Rahmen des Programms angebaut werden. Die Baumwoll-Leinen-Mischung unterstreicht den natürlichen Ansatz, der Verkaufspreis von 40 Dollar bleibt bewusst zugänglich. Online und in ausgewählten Stores weltweit erhältlich, fließen alle Gewinne direkt an das World Food Programme und unterstützen genau jene Home-Grown-Initiativen, die Kindern regelmäßige Mahlzeiten und Landwirtinnen eine verlässliche Einnahmequelle sichern.
Dass Mode dabei nicht als Ablenkung dient, sondern als Kanal, zeigt sich im Detail. Das T-Shirt wird zu einem sichtbaren Zeichen eines globalen Netzwerks, das vom Feld bis ins Klassenzimmer reicht. Es steht für lokale Wertschöpfung, für Ernährungssicherheit und für die Idee, dass Aufmerksamkeit ein Werkzeug sein kann. Bemerkenswert ist, wie konsequent und langfristig Michael Kors diese Zusammenarbeit weiterentwickelt hat. Seit seiner Ernennung zum Goodwill Ambassador 2015 begleitet er das WFP mit unverändertem Engagement – weniger als PR-Geste denn als Echo einer persönlichen Überzeugung.


Watch Hunger Stop zeigt, wie wirksam Partnerschaften sein können, wenn sie nicht kurzfristig denken, sondern Prozesse anstoßen, die Bestand haben. Und vielleicht liegt genau darin die Stärke dieser Initiative: Sie nutzt die Reichweite der Mode, um Strukturen zu verändern – still, präzise und mit spürbarer Wirkung. Weitere Informationen unter MICHAEL KORS