Boadicea the Victorious Lannosea gehört zu den Düften, die sofort eine Atmosphäre erzeugen. Noch bevor man die einzelnen Noten erkennt, entsteht ein Gefühl: warm, hell, ein wenig geheimnisvoll. Vielleicht liegt es an der salzigen Zitrusfrische, die sofort wach macht, oder an der weichen Süße der Dattel, die den Duft erdet. Vielleicht auch daran, dass Boadicea the Victorious Lannosea nicht linear wirkt, sondern sich bewegt – wie ein Moment, der langsam Form annimmt und dabei immer klarer wird. Es ist ein Duft, der berührt, ohne laut zu werden, und der sich anfühlt, als würde man ihn schon kennen, obwohl man ihn zum ersten Mal trägt.

Seine Premiere in München verstärkte genau diesen Eindruck. Der Launch im Eduard’s im Breuninger wirkte weniger wie eine Präsentation, sondern wie ein kleines, präzise inszeniertes Erlebnis. Gedämpftes Licht, Messingreflexe, das Glas klirrender Zitrusdrinks – und mittendrin ein Duft, der sich nahtlos in diese Stimmung legte: leuchtend, ruhig, klar umrissen. Die Gäste sprachen gedämpft, als würde der Raum selbst bestimmen, wie laut man sein darf. Es war einer dieser Abende, an denen man spürt, dass ein Duft mehr kann, als Noten aneinanderzureihen – er kann Atmosphäre formen.



Der Auftakt von Boadicea the Victorious Lannosea erinnert an einen frühen Morgen am Meer. Bergamotte und Confit-Zitrone bringen Frische, die nicht scharf wirkt, sondern weich, fast cremig. Die Kholas-Dattel legt sich wie ein warmer Kontrapunkt darunter, begleitet von einem Hauch Rum und feinem rosa Pfeffer. Daraus entsteht ein Anfang, der strahlt, aber nicht grell wird; ein Akkord, der offen wirkt und gleichzeitig Tiefe andeutet.
Im Herzen zeigt sich die eigentliche Handschrift des Duftes. Litsea Cubeba sorgt für eine grün-zitrische Klarheit, die sich wie ein Lichtstreifen über alles legt. Dazu tritt Kaffee – erdig, rund, sanft –, der dem Duft ein Gefühl von Wärme gibt, das nicht beschwert. Orangenblüte und Holunderblüte steuern helle Akzente bei, die das Ganze leicht anheben. Es entsteht ein Spannungsfeld, das nie kippt: ein Spiel zwischen Luftigkeit und Ruhe. Die Basis schließlich verleiht Lannosea seine Beständigkeit. Leder, Zedernholz, Eichenholz und Guajakholz bilden ein warmes, weiches Fundament. Smokewood und Labdanum setzen einen balsamischen, leicht rauchigen Ton, der wie ein ruhiger Atemzug im Hintergrund bleibt. Nichts wirkt überladen – alles ist fein dosiert, zurückhaltend, aber präsent.


Benannt nach einer Tochter der keltischen Königin Boadicea trägt Boadicea the Victorious Lannosea etwas Unaufgeregtes, aber Kraftvolles in sich. Parfümeurin Céline Herbette hat eine Komposition geschaffen, die sich weniger über Effekte definiert als über Stimmung. Die salzige Zitrone zieht sich wie ein goldener Faden durch den Duft, die Dattel bringt Tiefe, die Blüten öffnen Raum, die Hölzer geben Ruhe. Ein Duft, der nicht von Szene zu Szene springt, sondern sich wie ein Film entfaltet, in dem jede Einstellung ihren Platz hat.
Boadicea the Victorious Lannosea richtet sich an Menschen, die feine Nuancen wahrnehmen – den Moment, wenn Frische weicher wird oder Holz einen warmen Nachklang hinterlässt. Er ist sinnlich, ohne süß zu sein, klar, ohne kühl zu wirken, elegant, ohne Distanz. Ein Duft, der bleibt, weil er sich verändert. Und einer jener seltenen Begleiter, die man nicht trägt, sondern mit sich nimmt. Erhältlich ist Boadicea the Victorious Lannosea bei Breuninger – dort, wo der Duft bereits bei seiner Premiere zu einem sinnlichen Erlebnis wurde, begleitet von einem auf die neuen Noten abgestimmten Ingredients-Tasting sowie Snacks und Drinks, die die Inhaltsstoffe aufgreifen. Weitere Informationen unter Boadicea the Victorious Lannosea