Frischer Wind in alten Mauern

Ein Spaziergang von der Akropolis und dem Akropolis-Museum hinab zur Agora, dem Herzstück des alten Athens kombiniert mit einem Besuch der Stoa des Attalos sind natürlich ein Muss. Danach geht es weiter zum Turm der Winde, einem der eigenwilligsten Architekturschöpfungen der griechischen Antike.

 

Nach diesen großen Orten der Antike, geht es beschwingt in den hippen Vierteln Monastiraki und Psyrri zu, mit ihren zahlreichen Antiquitätenläden und Cafés. Einen kulinarischen Streifzug durch Athens Küche bietet die benachbarte Straße Evripidou, in der stets ein Duft von frischen Gewürzen und Kräutern weht.

Ein weiteres Highlight am Fuß der Akropolis bildet Plaka, eines der ältesten Viertel Athens. Ein Spaziergang durch seine malerischen Gassen zum Hadrianstor oder in Richtung Anafiotika ist daher sehr empfehlenswert.

Nach diesem langen Marsch durch Athens Altstadt tut ein Besuch im Hammam besonders gut. Das „Polis Hammam“ gilt als das beste Griechenlands.

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In ehrwürdigen Marmorhallen kann der Besucher hier aus fünf verschiedene Hammam- und 14 Massagearten wählen.

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https://www.polis-hammam.gr/en/

Für Kunstliebhaber: Gleich um die Ecke befindet sich die junge Galerie und Kulturplattform „The Art Foundation“ mit einer lebhaften Bar im Innenhof.

 

Zuletzt noch ein gut gehütetes Geheimnis: Das Restaurant „Atlantikos“, versteckt in einer kleinen Seitengasse, bietet die besten Fischgerichte im historischen Zentrum.

 

Wer alternativ den atemberaubenden Ausblick auf die Akropolis und die Innenstadt bei einem abendlichen Dinner oder Drinks auf der Dachterrasse der vielen Restaurants in der Altstadt genießen möchte, findet unter anderem im „Sin Athina“ einen wunderbaren Platz unter dem nächtlichem Sternenzelt der griechischen Metropole.

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Mit gutem Gewissen

„Sustainability“, zu Deutsch „Nachhaltigkeit“ ist in Mode. Endlich, denn als eine der schmutzigsten Industrien der Welt ist es Zeit, das glamouröse Image der Modebranche zu überdenken und die Kehrseiten der scheinenden Modewelt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken: Kinderarbeit, widrige Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung sind leider nach wie vor grausame Realität. Mit dem Trend zur Nachhaltigkeit beginnt die Zeit, umzudenken und die Schattenseiten der Modeindustrie zu beleuchten – und zu korrigieren. Immer mehr Modelabels entscheiden sich, einen verantwortungsvollen und transparenten Weg für ihre Produktion zu beschreiten und somit Pionierarbeit in Sachen Nachhaltigkeit zu leisten –  so wie der Onlineshop „the wearness“, der von vier engagierten Damen aus der deutschen Modewelt gegründet wurde.

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Was aber bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Genau damit setzt sich „the wearness“ auseinander und sorgt  damit für eine Transparenz, die man bei vielen anderen Highfashion Onlineshops, die sich als nachhaltig bezeichnen, vergeblich sucht. Laut Wikipedia ist „Nachhaltigkeit ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.“ Nachhaltigkeit erhält also und hält nach. Das klingt prima, kann irgendwie aber auch alles bedeuten. Ob und warum ein Produkt das Prädikat nachhaltig verdient, ist nicht immer leicht zu erkennen. Deshalb nutzt „the wearness“ zehn Sustainability-Icons, anhand derer sie Labels und Looks durchleuchten. Nur wenn eine Marke mindestens eine dieser Kriterien erfüllt, wird ihre Kollektionen auf thewearness.com zum Kauf angeboten. Je mehr Icons, desto nachhaltiger.

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Nachhaltigkeit kann ein Weg zum moralisch einwandfreien Umgang mit Mode sein, hat aber immer noch mit dem Image zu kämpfen, ästhetisch mit dem Etikett „Öko“ behaftet zu sein. Zu Unrecht: Wie viele wunderbare Modelabels es mittlerweile auf dem Markt gibt, die sinnvoll und sinnlich sind, zeigt „the wearness“ mit ihrer stilsicheren Vielfalt, persönlich ausgewählt und kuratiert von Frauen, die seit über 20 Jahren im Modegeschäft tätig sind. Somit können sie garantieren, dass „the wearness“ nur mit Herstellern und Designern arbeitet, die ihr Unternehmen mit Respekt für Mensch und Planet betreiben und ihre drei wichtigsten Kriterien erfüllen: gutes, zeitloses Design, einwandfreie Qualität und nachhaltige Produktionswege. Ästhetisch, unkompliziert und mit guten Gewissen.

Die super Damen von „the wearness“ haben sich zum Ziel gesetzt, die bisherige Wahrnehmung von ethisch einwandfreiem Luxus zu ändern und modebewussten Kunden eine positive Shopping-Alternative zu bieten. Weil die Welt verändern bei einem selbst anfängt…

 

 

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Blazer von Mykke Hofmann

 

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Sonnenbrille von Viu

 

 

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Kleid von Mykke Hofmann

 

 

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Seidenkleid von An An Londree

 

 

 

 

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Bluse von Mykke Hofmann

 

 

 

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Strickpullover von Petit Calin

 

 

 

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Schal von Petit Calin

 

 

 

 

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Norwegerpullover von Alyki

 

 

 

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Handtasche von PB 0110

 

 

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Umhängetasche von Centseize

 

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Henkeltasche von Nandi

 

 

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Tasche von PB 0110

 

 

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Ethnomuster-Tasche von Mina Vatter

 

 

 

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Spa Set von An An Londree

 

 

 

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Calendula Gesichtsseife von Binu

 

 

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Cream Deodorant von Fine

 

 

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Detox Oil von Elixr

 

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Powerserum von Deage

 

 

Mehr Infos über nachhaltige Mode und vor allem tolle Labels mit starkem Profil auf thewearness.com

 

„ICH SÄE UND ERNTE DAS…

 

Als die 17-jährige Zoe am Ende von 24 grauenhaften Stunden mit Blut an ihren Kleidern vor ihre Eltern tritt, besteht kein Zweifel mehr: Diese junge Frau ist eine Heldin – eigenwillig, burschikos und furchtlos. Zoe ist die Hauptfigur in „Hit and Run“, einer dichten und authentischen Webserie auf „funk“, dem Websender des ZDF für jugendliches Publikum. Authentisch, weil Zoe so gar keinem Stereotyp entsprechen will, weil sie stark und schwach ist, entschlossen und unentschieden, Gegensätzliches fühlt. Was ein Mensch am Ende seiner Pubertät eben so durchlebt. Authentisch, weil die Schauspielerin Sophia Schober ihrer Figur all diese Facetten erlaubt.

Als ich Sophia Schober in einem Café treffe, kommt sie gerade aus der Uni. Als Ausgleich zum unsteten Schauspielberuf studiert sie Jura und steht kurz vor dem ersten Staatsexamen. Das Studium würde ihr dabei helfen, die ruhigen Phasen ihres Jobs zu überbrücken, in denen man gerade kein Casting hat oder nichts zu tun hat. Einen juristischen Beruf möchte
sie später eigentlich nicht ausüben, aber die Herausforderung, strategisch denken zu lernen und sich in Disziplin zu üben, macht ihr Spaß. „Beim Jurastudium weißt du, dass es auf ein Resultat hinausläuft. Du schreibst eine Klausur und erhälst unmittelbar ein Ergebnis. Die Schauspielerei ist dagegen oft nicht greifbar. Was macht einen guten Schauspieler aus? Wann hat man Erfolg? Wenn keiner mitmacht, kannst du es noch so sehr wollen – du kannst deinem Beruf nicht nachgehen.“

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Ihr Studienschwerpunkt ist geistiges Eigentum und Wettbewerbsrecht. Eine junge Frau beim Spagat zwischen Kunst und Recht: ziemlich schlau, ziemlich unangepasst. Nach ein paar Minuten mit Sophia Schober drängt sich mir die Frage auf, wo hört Zoe auf und wo fängt Sophia an. Diese rebellische Präsenz aus dem Film ist die gleiche – obwohl sie sich ganz entspannt mit mir unterhält. Ihre blauen Augen schauen mich herausfordernd an, abwartend, was ihr Gegenüber eigentlich von ihr will. Sophia Schober ist lässig, im positivsten Sinne. Mit der Zeit schwindet ihre vorsichtige Haltung. In gewählten Formulierungen beginnt die 25-Jährige von ihrem Leben zu erzählen, in dem sie sich sehr gründlich mit sich und ihrem Umfeld auseinandergesetzt hat. Sophia Schober arbeitet seit drei Jahren als Schauspielerin. Seitdem war sie in diversen Rollen bei den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen sowie in den letzten beiden Kinofi lmen von Erfolgsregisseur Marc Rothemund. Bald wird sie als Nachtgestalt des Barlebens in dem Münchner Debüt „Feierabendbier“ zu sehen sein, der im Herbst in die Kinos kommt. Bemerkenswert für so einen kurzen Werdegang. Sophia kann das nette Mädel von nebenan genauso glaubhaft verkörpern wie die kühle Femme fatale.

Dabei geschehen bei ihr die Dinge meistens eher, als dass sie sie planen würde. Nach dem Abitur bewirbt sich die gebürtige Rosenheimerin auf einer privaten Münchner Schauspielschule. Der erste Treffer im Netz sollte es gleich werden. Da sie ihre Ausbildung nicht auf einer der renommierten staatlichen Schauspielschulen absolviert, muss sie sich erst einmal beweisen: So dreht sie viele kleine Projekte mit ihren Studienpartnern. Auf dem Demoband eines Schauspielkollegen wird sie von einer Agentin entdeckt – die ersten Rollen im TV folgen bald. Sophia geht stetig ihren Weg, ohne Verbissenheit. So lange sie nicht stillsteht, so glaubt sie, wird ihr immer etwas Neues geschehen, vielleicht nicht unmittelbar, aber langfristig: „Ich säe und ernte das, was mir vom Schicksal zugeworfen wird.“ Ein Beispiel dafür ist das Casting zu „Hit and Run“, bei dem sie für die Nebenrolle der hübschen Freundin
vorsprach. Ihre Darbietung überzeugte die Regisseurin so sehr, dass ihr schließlich die Rolle der Zoe angeboten wurde. Wenn man „Hit and run“ gesehen hat, fragt man sich, wie sie überhaupt jemals für eine andere Rolle als diese in der Serie infrage gekommen ist.

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Oft will man Sophia Schober als das hübsche Blondchen besetzen, aber nichts liegt ihr ferner, als auf einen bestimmten Typ festgelegt zu werden. Sie verabscheut Stereotype, liebt die Ambivalenz. Die komplexen Charaktere sind es, die sie reizen. Dabei sei es eine ständige Aufgabe für sie, die eigene Eitelkeit zu überwinden und sich nicht immer allzu ernst zu nehmen.
Eine vielschichtige Persönlichkeit in einer Webserie zu verkörpern, bei der keine Folge länger als 15 Minuten dauert, ist eine Herausforderung. Für die Entfaltung der Figur bleibt da nicht viel Zeit. Außerdem sind für das Netz produzierte Filme für das Schauen auf einem kleinen Bildschirm wie auf dem iPhone konzipiert, das heißt, die Handlung wird eher zu deutlich als subtil vermittelt. Ich frage Sophia Schober, ob sie die neuen Medien und der damit einhergehende „Influencer-Hype“ denn nicht verunsichere. Aber auch damit geht sie gelassen um: So sehr hätte sich die Welt doch eigentlich nicht verändert, man bekomme nur mehr davon mit als früher. Wichtig ist es für sie, der Verantwortung gerecht zu werden, sich selbst weiterzubilden und Möglichkeiten zu nutzen, die nicht selbstverständlich sind – und auf der anderen Seite der eigenen Intuition und Spontaneität zu folgen, das mache einen Menschen unabhängig.

In ihrem Fall sei die Mischung aus Fleiß und Freiheit unabdingbar, um kreativ arbeiten zu können. Es macht jedenfalls großen Spaß, ihr dabei zuzuschauen: im Fernsehen, auf der Leinwand oder auf dem iPhone – die beste Voraussetzung dafür, dass ihr eine lange Schauspielkarriere vom Schicksal zugeworfen wird.

Im Herbst kommt „Feierabendbier“ ins Kino. Sophia Schober spielt darin eine Philosophiestudentin mit Minirock und hohen Stiefeln – und entspricht mal wieder keinem Stereotyp
@feierabendbier.filmhttps://www.facebook.com/feierabendbier.film/ 

 

AM SCHÖNEN MEER

Olivenbäume, die in der Sonne silbern glitzen Pinienwälder soweit das Auge reicht, eine leichte Meeresbrise …

Das sind nicht unbedingt die ersten Dinge, die einem zu Marbella einfallen. Mir allerdings schon, denn Marbella mit seinem atemberaubend schönen Hinterland ist weit mehr als die Partyhochburg der Reichen und Schönen. Wussten Sie beispielsweise, dass Marbella ein jahrtausendealtes Örtchen ist, das als Handelsstadt nur 60 km von der Straße von Gibraltar entfernt, kulturell eine tragende Rolle in der Geschichte der Region einnimmt? Davon zeugt auch heute noch die malerische Altstadt, die mit ihren kleinen Gassen von dem maurischen Baustil beeinflusst wurde. Der alte Stadtkern und die junge Architektur an der Strandpromenade prägen das Bild des populären Ortes an der Costa del Sol. Eines dieser modernen Gebäude direkt am Meer gelegen, ist das Amàre Beach Hotel Marbella, ein durchweg in Weiß gehaltenes Designhotel, das mit seinem spielerisch gestalteten Entréebereich schon beim Betreten eine unverkrampfte Lässigkeit ausstrahlt, die man eher in einer Großstadt erwarten würde. Locker geht es auch im Rest des Hauses zu: Beim Lunch mit Meerblick kann man den entspannten Sounds eines DJs lauschen. Nachmittags zieht die Musik dann in den Amàre Club zum hauseignen Strand und Pool. Am Abend finden regelmäßig Live-Music oder Events im Hotel statt. Trotz des Partyflairs und den 236 Zimmer strahlt das Hotel eine „heimelige“ Atmosphäre aus. Vielleicht liegt es an der smarten Idee einer exklusiven Lounge mit Wohnzimmer-Charakter, die man zum Zimmer hinzubuchen kann und die den ganzen Tag über Snacks und Getränke bereit hält. Vermutlich sind es aber die ruhigen Zimmer, von denen aus man nichts weiter hört als pures Meeresrauschen. Die geradlinig, mit hellen Möbeln eingerichteten Räume mit Glasfront eröffnen einen großartigen Blick aufs offene Meer – sowohl von innen als auch vom angegliederten Balkon. Dort, nur durch ein gläsernes Geländer von dem großen Blau getrennt, wähnt man sich ganz allein mit dem Ozean weit entfernt vom quirligen Leben der Alstadt und dem Puerto Deportivo.

REIN INS VERGNÜGEN
Nach vollständiger Renovierung vor drei Jahren hat das Amàre Beach Hotel Marbella seitdem sein Angebot auf Gäste ab 16 Jahren ausgerichtet. Somit besuchen vorrangig Paare das Vier-Sterne-Haus. Mit seinem entspannten mediterranen Ambiente ist es auch bei kleineren Freundesgruppen oder auch Hochzeitsgesellschaften beliebt. Durch die transparente Architektur wird die Strandatmosphäre ins Innere geholt und das Meer allgegenwärtig. Die Dachterrasse des Hotels bietet beim Sundowner ein einzigartiges 360-Grad-Panorama von Stadt und Meer. Darüber hinaus verfügt das Hotel über einen Spa-Bereich und ein Angebot an sportlichen Aktivitäten wie Yoga am Strand oder Fitness. Golfer kommen hier übrigens voll auf ihre Kosten: Mit 73 Golfplätzen entlang einer 140 km langen Küste ist die Costa del Sol die golfplatzreichste Gegend in der EU. Green Fees und Transfers können im Amàre Beach Hotel Marbella gebucht werden.

Aktive leihen sich im Hotel ein Rad und fahren beispielsweise zum etwa sieben Kilometer entfernten Yachthafen Puerto Banús. Eine besonders charmante Aktivität für die Damen ist die Teilnahme an einem Flamencokurs, der im Hotel von einer professionellen Tänzerin abgehalten wird (Tanzschuhe nicht vergessen!).

RAUS AN DIE LUFT
Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Marbella vom Tourismus entdeckt, Ende der 60er -Jahre gründete der Aristokrat Alfonso von Hohenlohe das berühmte Marbella Club Hotel, das den Grundstein für den Jetset legen sollte. Im Laufe der Jahre zog es immer mehr Touristen nach Marbella, unter anderem wegen des besonders guten Mikroklimas, das für eine stets frische Brise in der Stadt sorgt. 325 Tage im Jahr scheint hier die Sonne. Das Gebirge La Sierra Blanca, das Marbella umgibt, schützt es vor Wind und schlechtem Wetter. Ein Ausflug in die kühlenden Berge ist sehr zu empfehlen (Geführte Bergtouren: canyoningmalaga.com). Dort erwarten den Wanderer neben einer atemberaubenden Aussicht auf das Tal von Marbella eine üppige Vegetation mit Eukalyptusbäumen und verschiedenen Pinienarten. Zwischen den weniger bewaldeten Stellen kann es gut sein, dass eine Bergziege aus den Felsvorsprüngen hervorlukt. Wem mal weder nach Strand noch Natur ist, dem wird Marbellas Nähe zu Kulturhauptstätten wie Jerez, Sevilla, der Alhambra von Granada oder Malaga mit seinem neu eröffneten Picasso-Museum sehr gelegen kommen (Tipp: Fremdenführer Daniel Stachl buchen dannystours.travel/de).

Dem Meeresrauschen lauschen, durch wilde Wälder wandern, auf grünen Wiesen golfen, im weißen Gebirge klettern, nur so in der Sonne baden: Jetzt soll nochmal einer sagen, Marbella ist nur Party.

Die Übernachtungspreise im Doppelzimmer beginnen bei 200 Euro für zwei Personen inklusive Frühstück. Ein Premium Exklusive Doppelzimmer mit direktem Meerblick kostet ab 255 Euro. Auf Wunsch kann das Abendessen für 34 Euro pro Person hinzugebucht werden.
www.amarehotels.com

NEUE SPIELRÄUME

  • Herr Diez, in München gibt es eine erstaunliche Vielzahl von Designbüros. Existiert so etwas wie ein Münchner Design?

Ein Münchner Design gibt es vermutlich nicht, aber es stimmt, dass hier in der Stadt mehr Designer arbeiten als in anderen Städten Deutschlands und sich viele die Frage stellen: Was ist ein guter Ort für Designer? München ist mit eineinhalb Millionen Menschen nicht sehr groß, sodass sich die Szene untereinander kennt. Zur Familie gehören hier auch Architekten, Fotografen, Grafi ker, Musiker, also generell die künstlerisch Arbeitenden – was es umso interessanter macht. Mit Instituten wie der Akademie, den Pinakotheken, dem Haus der Kunst, dem Kunstverein und einer Reihe privater Sammlungen gibt es ein relativ großes Angebot an Plattformen für Kunstschaffende. Ich würde in diesem Zusammenhang auch die Theater, Orchester und Oper Münchens mit einbeziehen. Trotzdem darf man es nicht unter den Tisch kehren, dass Berlin nach wie vor viele Leute von hier abzieht.

  • Sie sprechen von einer großen Designerfamilie. Was ist mit Konkurrenz?

Unter Designern gibt es wenig Konkurrenzdenken. Es geht eher freundschaftlich zu. Man freut sich, wenn man befreundete Kollegen beim Abendessen oder in der Bar trifft, und gratuliert, wenn jemand ein schönes Projekt gemacht hat. Man hat ein gemeinsames Anliegen, nämlich die Sorge, dass die Basis, auf der herausragende Projekte gründen, allmählich wegbricht. Die guten Firmen werden stetig weniger, es fehlt am Unternehmergeist der ersten Generation.

  • Inwiefern?

Es geht um Mut und geistige Unabhängigkeit. Die Firmen, die vormals in der Nachkriegszeit aus diesem Geist heraus entstanden sind, erleben nun einen Generationswechsel. Die Kinder der Gründer haben nicht automatisch diese Kraft für Unternehmertum wie ihre Eltern. Außerdem sind sie oft eingeklemmt zwischen der erfolgreichen Vergangenheit und unsicheren Zukunft. Die finanziellen Ressourcen sind mittlerweile bei vielen aufgebraucht: man bekommt Angst. Risikobereitschaft spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung neuer Ideen. Deswegen ist es so wichtig, dass neue Firmen entstehen, die mit Hingabe bei der Sache sind. Die dänische Firma „Hay“ zum Beispiel, mit der wir seit sieben Jahren zusammenarbeiten, ist eine sehr wichtige Platfform für uns geworden. Gerade haben wir gemeinsam ein pubertierendes Monster auf den Markt gebracht.

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Stefan Diez im Interview

 

  • Das müssen Sie erklären.

Das kleine Monster heißt „New Order“, ein Möbelsystem, mit dem wir mehr Schnittstellen zum Raum hatten als je bei einem anderen Projekt zuvor. Wir können damit autarke Arbeitsplätze bauen, die beispielsweise in einer ungenutzten Lagerhalle stehen. Von der Decke über die Beleuchtung bis hin zu den Regalen und Schränken, selbst die Arbeitsplätze: Alles kann individuell wie Lego zusammengestellt werden. Insgesamt sieben Jahre haben wir daran gearbeitet.

  • Warum hat die Entwicklung so lange gedauert?

Ein einfaches Regal kann man relativ leicht über eine technische Zeichnung erklären. Oft sind die Außenmaße das Wichtigste. Wenn die Funktionen vielfältig werden und man alles miteinander kombinieren kann, dann braucht man ein spezielles Computerprogramm, das die Idee zu einem Bauplan umsetzen kann und eine Bestellliste erstellt. Das alles zu entwickeln, ist ziemlich komplex. Ich glaube, in der Zukunft wird das Thema „managing complexity“ eine äußerst interessante Dimension für uns Designer sein, weil keiner Produkte will, die kompliziert aussehen, Komplexität aber zwangsläufig zunehmen wird.

  • Ist es für Sie ein Thema, die Zukunft des Designs?

Mich interessieren neue Spielräume. Zum Beispiel arbeiten wir gerade an einem Hotelprojekt in München – eine neue Herausforderung für uns. Es geht um 20-qm-Wohnungen, nicht um klassische Hotelzimmer: eine Notwendigkeit, die eine nomadische, internationalisierte Arbeitswelt mit sich bringt. Wir arbeiten hier im Studio an Eins-zu-eins-Modellen solcher Räume, weil wir nur so überprüfen können, wie weit man an die Grenzen des räumlich Sinnvollen gehen kann. Gemeinsam mit den Bauherren und Architekten haben wir herausgefunden, dass die Schlüsselrolle wohl ein multifunktionales und räumlich anpassbares Architekturelement spielen wird.

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  • Das ist komplex, aber das interessiert mich.

Sie haben Ihr Studio seit 15 Jahren hier in München. Wie war Ihr Start? Ich glaube, ich hatte oft mehr Glück, als dass ich alles geplant hätte. Zum Beispiel mit meiner Lehrstelle: Meine Meisterin, Ursula Maier, bei der ich die Schreinerlehre gemacht habe, war nicht nur Schreinerin, sondern auch Architektin. Hinzu kam, dass sie einen Vater hatte, der an der Entwicklung von  Holzbearbeitungsmaschinen beteiligt war. In dieser Werkstatt ging es nicht standardmäßig zu. Alles dort war ein bisschen spezieller und davon profitierte ich natürlich. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem es darum geht, wie man aus den Möglichkeiten, die einem gegeben werden, etwas Eigenes macht.

Rückblickend kann man dabei kaum überschätzen, wie viel Energie und Kraft es kostet, den eigenen Weg zu finden und zu gehen. Die meisten Ideen sterben, so wie es aussieht, weil unterschätzt wurde, wieviel Energie nötig ist, sie bis zum Ende zu unterstützen.

  • Haben Sie einen besonderen Ort in München, der Sie inspiriert?

Das hört sich jetzt ganz kitschig an, aber tatsächlich ist es ein ganz großer Segen, die Isar vor der Tür zu haben. Ich laufe sehr gern morgens bis nach Pullach raus – noch bevor wir das Studio aufsperren. Oft setze ich mich dann an die Isar und denke einfach mal nichts. Das ist herrlich. Die Natur so nah in der Stadt zu haben, ist ein wirklicher Luxus.

A GENTLE LADY

ELISABETHMARKT

Was der heiße April dieses Jahr nicht gehalten hat, löst der lau­nische Mai ein: Er machte an seinen letzten Tagen, was er will. Gestern regnete es noch in Strömen, heute soll aber die Sonne mal durch die Wolken hervorluken. Hoffentlich: Ein Stadtspa­ziergang im Regen wäre nicht schön. Es ist 10 Uhr morgens. Gleich treffe ich Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin der Illustrierten „Bunte“. Sie hat Boulevard-Journalismus salonfähig gemacht. Da fährt sie auch schon rufend und winkend an mir vorbei, in ihrem Smart Cabrio. Nach einer Minute eilt eine klei­ne blonde Dame in Schwarz mit blauer Kapitänsmütze auf mich zu. Das ist sie also, die Frau Riekel, von der ich schon so viel gehört hatte. Sie schüttelt mir die Hand und beginnt sofort zu erzählen: „Also, für unseren Stadtspaziergang habe ich darüber nachgedacht, was mir wirklich wichtig in München ist. Ich habe 35 Jahre lang in Schwabing gelebt, bis ich schweren Herzens nach Bogenhausen gezogen bin. In der Zeit bin ich dreizehn­mal umgezogen, immer in Schwabing und fast immer rund um den Elisabethmarkt.“ Dieser Ort sei für sie einer der schönsten Punkte der Stadt. Patricia Riekel will zunächst einmal nach­schauen, was aus dem „Zürer“ geworden ist, einer italienischen Weinhandlung auf dem Markt, bei der sich früher immer ihre Clique getroffen hat. Wir finden allerdings ein leeres Häuschen vor, das nun als Infostand genutzt wird – was Patricia Riekel enttäuscht zur Kenntnis nimmt. Bevor es losgeht, fragt sie noch schnell am Kiosk am Eck nach dem „See-Magazin“ einem Heft, spezialisiert auf das Fünf-Seen-Land. Aufgewachsen am Starn­berger-See, sei für sie das Wasser stets Zuflucht. Als Bodensee­kind kann ich das sehr gut verstehen.

 

FRANZ-JOSEPH-STRASSE

Wir stehen vor dem ehemaligen „Lord John & Lady Jane“, einer legendären Boutique, in der sich die Rockstars in den 70er- bis 90er-Jahren eingekleidet haben, wie Patricia Riekel mir erklärt: von den Rolling Stones bis Freddie Mercury, der ja einst auch in Schwabing lebte. „Die hatten die abgefahrensten Sachen: Rock´n` Roll Glitter, Glamourkleidung oder Jeans aus London. Der Laden war eine Lebensanschauung.“ Heute befindet sich ein anderes Geschäft in der Örtlichkeit. München war vor der Wende das Zentrum in Deutschland für Musik und Subkultur. Für Patricia Riekel war es eine Zeit des „Erwachens“, eine Phase in ihrem Leben, in der sie selbständig wurde und ihre eigene Stärke entdeckte. „Während ich mit Ihnen spreche, stelle ich fest, wie wichtig das hier alles für mich war. Ich hatte das ein bisschen vergessen.“

 

NORDENDSTRASSE

Der Charme der Nordendstraße in der Nähe des Elisabeth­markts mit seinen kühlen 60er-Jahre-Bauten eröffnet sich nicht sofort, aber für Patricia Riekel birgt die Straße sehr viele Er­innerungen. Wenn etwas mit schönen Erinnerungen verbunden sei, so meint sie, dann sehe man es mit den Augen der Liebe. Am Kurfürstenplatz war früher der „Gong“-Verlag, für den sie lange gearbeitet und dessen Sender „Radio Gong“ sie mitgegründet hat. Ganz in der Nähe wohnte sie sogar zweimal in der gleichen Straße. Patricia Riekel sagt, sie sei ein „wohnungssüchtiger“ Mensch. Sie habe mit einem 30-qm-Apartement angefangen und jede weitere Wohnung wurde stets etwas größer und schö­ner. Wir schauen kurz in die Weinhandlung „Nordendquelle“. Patricia Riekel begrüßt den Besitzer, dessen Onkel vor 41 Jahren den Laden eröffnete. Beinah so lange kauft sie hier auch schon ihren Wein. Sie schwärmt von der Qualität der Weine, die man sogar frisch vom Fass zapfen lassen kann – ein guter Tipp. Muss ich mir merken.

 

KURFÜRSTENPLATZ

Wir stehen vor dem ehemaligen „Radio Gong“-Gebäude. Pat­ricia Riekel sagt, dass sich in diesem Quartier früher ihr gan­zes Leben abgespielt habe. Sie war hier immer mit ihrem Vé­losolex unterwegs, einem französischen Mofa, das bis heute Kultcharakter hat. Sie deutet auf eines der oberen Geschosse des Hauses und erzählt, dass dort ihr Büro gewesen sei, als sie Chefredakteurin der Zeitschrift „Die Aktuelle“ war. Wie sie zum Boulevard kam, möchte ich wissen. Sie habe schon immer Geschichten über Menschen geliebt. „Den Boulevard kann man gewöhnlich betrachten oder eben von einer anderen Seite. Es ist eine Frage der Perspektive. Jeder Mensch hat Respekt und eine Würdigung verdient.“ Wie sind sie denn so, die Promis? „Ich habe festgestellt, dass Prominenz eine Sucht werden kann. Bei Menschen, die nichts anderes im Leben haben außer ihrer Pro­minenz, in denen steckt sonst nicht viel. Wirklich große Schau­spieler oder Sänger brauchen das nicht.“

 

 

KURFÜRSTENSTRASSE

Während unseres Spaziergangs durch Schwabing wirft Patricia Riekel immer wieder kurz ein, dass sie hier und dort mal ge­wohnt hatte und dieser oder jener Laden ebenda war. Sie kennt die Ecke wie ihre Westentasche. Sie bleibt vor der „Rheinpfalz“ stehen, einer Boazn, deren Wirt Hans Karp behauptet, er sei der Dienstälteste der Stadt. Patricia Riekel bestätigt, dass er bereits in den 70-ern hinter dem Tresen stand, als die „Rheinpfalz“ ihre Stammkneipe war. Es sei vor ungefähr zwei Jahren gewesen, als sie mit ihrem Mann an der Kneipe vorbeikam und sie ihm spon­tan das Lokal zeigen wollte. „Wir gehen hinein, der Hans sieht mich und sagt zu mir: `Servus Patricia! Dornkaart wie immer?` Als sei seit damals kein Tag vergangen.“ Bis zu dem Tag war sie über 20 Jahre nicht mehr dort gewesen. Wir beide müssen lachen. Ihr Mann konnte es kaum glauben, dass sie früher so einen Schnaps getrunken hat. Mit 80 Pfennig war ein Schnaps­glas Dornkaart das günstigste alkoholische Getränk gewesen. Sie gesteht, dass ihr Dornkaart nie wirklich schmeckte, aber zwei, drei Gläschen davon das Einzige war, was sie sich damals leisten konnte, „um in Schwung zu kommen“. Ich finde Patricia Riekel prima.

 

FRANZ-JOSEPH-STRASSE

Patricia Riekel hat einen unglaublichen „Zahn drauf“. Ich glau­be, weil sie sichergehen will, dass wir für all ihre Lieblingsecken auch genug Zeit haben. „Das ist die wunderbare Franz-Jo­seph-Straße. Ich habe hier so viele Geschäfte und Menschen kommen und gehen sehen, aber diese Straße ist unzerstörbar schön. Etwas von dem legendären Schwabing ist immer noch hier.“ Ich frage, ob es sie niemals in eine andere Stadt gezo­gen habe. Sie verneint, bevor ich meinen Satz beendet habe. „Ich bin so tief mit der Stadt verwurzelt und werde nie aufhö­ren, mich darüber zu freuen, dass ich in München lebe.“ Die Franz-Joseph-Straße hat auf dieser Höhe eine immense Dichte an Jugendstilbauten. Vor einem der schönsten Häuser erzählt sie mir, dass sie auch darin einmal gewohnt hat – und schon ist sie in der Hofeinfahrt verschwunden. Die Innenhöfe seien hier besonders hübsch. Und tatsächlich versteckt sich hinter der opulenten Fassade ein verwunschener Innenhof mit hochge­wachsenen Bäumen, in denen Vögel zwitschern. Merken: Öfter mal in Innenhöfe schauen!

 

TRAUSAAL MANDLSTRASSE

Wir passieren das Standesamt mit seiner Säulenfassade. Eine Hochzeitsgemeinde tritt gerade vor die Tür und wirft den frisch

Vermählten Blütenblätter zu. Perfektes Timing für uns und auch für die Sonne, vorbeizuschauen. Patricia Riekel ist hier immer mit ihren Hunden spazieren gegangen. Seit Kurzem hat sie den fünf Monate alten Emil. „Bei all meinen Hunden zuvor war ich der Chef, bei Emil bin ich es eindeutig nicht.“ Das sei schon lustig, wo sie es doch sonst gewohnt gewesen war, eine Autori­tätsperson für andere zu sein. 1997 übernahm sie die „Bunte“ und war somit bis auf eine kurze Ausnahme die erste Frau an der Spitze des Magazins. Sie holte das Blatt aus der Krise und machte es zu „der“ Illustrierten auf dem Markt. Ob es für sie schwer gewesen sei, sich damals Autorität zu verschaffen? „Ich war blond, klein und vollbusig und eigentlich mit gewissen Har­moniebedürfnissen ausgestattet. Ich musste es wirklich lernen, mich durchzusetzen. Aber, wenn man Kompetenz hat und sich auskennt, dann hilft das beim Durchsetzen. Ich habe gelernt, mich hundertprozentig auf meinen Instinkt zu verlassen und auf mein Bauchgefühl. Und das hat auch toll geklappt“, sagt sie fröhlich. Na, wenn das kein Satz ist, den man sich hinter die Ohren schreiben sollte!

 

NICOLAISTRASSE

Wir verlassen das alte Schwabing mit seinen netten Häuschen Richtung Leopoldstraße. „Früher gab es an der Leopoldstraße tolle Cafés und Bars: zum Beispiel das berühmte „Nest“ oder den Nachtclub „Die Klappe“. Dort gingen immer die Stars hin, aber die haben wir damals nicht wahrgenommen.“ Prominenz habe Patricia Riekel eh nie sonderlich beeindruckt, Können je­doch schon. Ich frage sie, welche Begegnung sie beruflich am meisten geprägt hätte. Sie entgegnet, das sei wohl die mit ihren Mann gewesen, der als Journalist eine hohe Verantwortung und Kompetenz gehabt habe – und wohl sehr genau sei. „Du konntest die beste Geschichte deines Lebens schreiben, wenn darin aber nur drei Kommafehler waren, dann hat er sich ge­ärgert. Wenn man bei den Kleinigkeiten schlampt, dann macht man es auch bei den großen Dingen. Später, als ich Chefre­dakteurin wurde, habe ich begriffen, warum Genauigkeit so wichtig ist. Man muss sich immer dieser unglaublichen Verant­wortung als Journalist bewusst sein, weil wir greifen ja in das Leben von Menschen ein.“ Ich weiß, dass Patricia Riekel ihren Mann, den ehemaligen „Focus“-Chefredakteur Helmut Mark­wort, bei der Arbeit kennengelernt hat, bin aber neugierig und möchte wissen, wie. „Ich bin in sein Büro gekommen, habe ihn am Schreibtisch sitzen sehen und war sofort beeindruckt von seiner Persönlichkeit, Normalität und Stärke.“ Hatte sie sich denn dann gleich in ihn verliebt? „Nach zwei Minuten“, sagt sie grinsend.

 

AINMILLERSTRASSE

In der vom Jugenstil geprägten Ainmillerstraße zeigt mir Patri­cia Riekel ein Eckhaus, in dem einst Helmut Dietl und Veroni­ca Ferres wohnten. Den Regisseur kannte sie gut. Sie nannten ihn den Zwinkerjohnny, weil er den Tick gehabt habe, immer mit den Augen zu zwinkern. Patricia Riekel glaubt, dass seine Frau immer noch in diesem Haus wohnt. Wir schauen auf den Klingelschildern nach und tatsächlich finden wir ein „Dietl“, aber auch ein „Süskind“. Mit Patrick Süskind ist sie zur Schule gegangen. Der Autor von „Das Parfum“ war mit Helmut Dietl befreundet und gemeinsam schrieben sie viele der Drehbücher für Dietls Filme – z.B. „Kir Royal“ oder „Monaco Franze“. Ein kleiner Teil Filmgeschichte – einfach so entdeckt.

 

ELISABETHMARKT

Am Ende unseres Spaziergangs stehen wir wieder vor dem Kiosk am Elisabethmarkt. Wir schauen uns die Zeitschriften­auslage an und ich frage sie nach ihrer Meinung, wie es wohl mit den Printmedien weitergehen werde. „Das Kino hat das Theater auch nicht abgelöst. Es wird Print immer geben, es wird sich nur verändern. Das Netz ist eine Nachrichtenschleu­der, Zeitschriften dagegen sind die Leuchttürme der Gesell­schaft. Themen wie Moral und Ethik können darin ganz anders abgehandelt werden. Früher war das Verlagsgeschäft ein `Gen­tlemen´s` Business, plötzlich wurde es ein Millionärsgeschäft, in dem es nur noch um Geld ging. Nun verwandelt es sich so langsam wieder in ein `Gentlemen´s Business`. Es geht wieder um Inhalte.“ „Dann sind Sie eine Gentle-Lady, sage ich zu ihr. Sie lacht und meint, sie sei ja keine Verlegerin. Für mich ist sie aber trotzdem eine.