antonia zander - WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN?

München ist toll, keine Frage. Es gibt wunderschöne Ecken, hervorragende Gastronomie, Kultur von Weltrang, Design – eben alles, was eine Metropole lebenswert macht. Nur zum Modedesign hat die Stadt irgendwie eine keine rechte Beziehung. Gewiss gibt es eine Handvoll etablierte Designer, die es geschafft haben, sich über die Stadtgrenze hinaus einen Namen zu machen, aber es gibt wenig Nachwuchs. Die meisten jungen Talente zieht es nach Paris oder in eine andere Modemetropole. In der Mode gilt der Prophet oft nichts im eigenen Land. Umso überraschender ist es dann, hier die ausgefeilten Kreationen von Antonia Zander zu entdecken. Sie verbinden mit Leichtigkeit Boho-Elemente mit lässiger Eleganz und machen Lust auf die große weite Welt.

In einer Modefamilie aufgewachsen – die Mutter gründete das Label in den 80er Jahren –, konnte Antonia Zander sich trotzdem nicht vorstellen, sofort in die Fußstapfen der Eltern zu treten. So sammelte sie nach einer Schneiderlehre und dem Modedesign-Studium in Berlin erst einmal berufliche Erfahrung in Italien, entwarf und nähte Hochzeitskleider und assistierte als Kostümbildnerin beim Film. 2005 war die Zeit reif und sie übernahm das Label, das bereits ihren Namen trug. Seitdem steht Antonia Zander für innovative Strickteile aus Cashmere, ihr Bestseller seit 2011 ist ein Cashmere-Cape mit Lederfransen.

Trendsetzende Stores wie „Pool“ oder „Apropos“ in München führen „Antonia Zander“ als eines der wenigen lokalen Labels. Antonia Zander ließ sich aber Zeit für eine umfassende Ready-to-wear-Linie. Sie ist ein überlegter Mensch, reflektiert ihre Arbeit und die Branche genau. So habe sie sich viele Jahre an eine komplette Kollektion nicht herangetraut. Erst einmal sollte die Cashmere-Kollektion auf eigenen Beinen stehen. Schließlich hat sie es doch gewagt – und hat gerade ihr fünfte Kollektion auf den Markt gebracht, in der sie ihr Know-how für Fertigung und Qualität weiterführt. In Zeiten von Bekleidungsfirmen, die unter schwierigen Bedingungen in billigen Produktionsländern herstellen lassen, setzt sie auf die Fabrikation in Italien und Deutschland – und freut sich, dass die Frauen ihre Mode zu schätzen wissen, für die sie sie auch entworfen hat. Das ist ihr Antrieb und ihre Inspiration. Wir sind auch Antonia-Zander-Fan und freuen uns darüber, dass das Gute auch mal so nah sein kann.

www.antoniazander.de

erstellt am: 15.07.2017

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Annekatrin Meyers

Journalistin

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