ludomia pucci models 1024x778 - Italienisches (Window)-Shopping bei Lodenfrey

Wenn zwei italienische Design-Koryphäen sich zu einer einmaligen Kooperation zusammenfinden, dann darf die Mode- und Kunstszene gespannt den Atem anhalten.

Die Ausstellung BONAVERI – A FAN OF PUCCI ist das Ergebnis einer exklusiven Zusammenarbeit des Schaufensterfiguren-Pioneers Bonaveri mit der florentinischen Modedynastie Emilio Pucci. Mit speziell angefertigten Mannequins – darunter u.a. auch ein sechs Meter großer „Riese“ (der die erste Etage mit der aktuellen Pucci-Verkaufsfläche überwacht)  – erzählt die Ausstellung eindrucksvoll die Geschichte des Modehauses Emilio Pucci. Und das noch bis zum 25. April 2019!

Die Ausstellung BONAVERI – A FAN OF PUCCI ist exklusiv bei LODENFREY auf einer speziellen Ausstellungsfläche im 1. OG, sowie in drei Schaufenstern des Department-Stores zu sehen. Neben den Mannequins präsentiert LODENFREY selbstverständlich auch die aktuelle Emilio Pucci Sommer-Kollektion inklusive Bademode und signierte Emilio Pucci Bücher (in limitierter Auflage!). Als besonderes Highlight gibt es zusätzlich 100 limitierte BONAVERI-Miniaturfiguren in den Emilio Pucci-Farben zu kaufen (ca. 25 cm, Stück ca. EUR 199,00).

 

 

Allein die aktuellen Schaufenster im Eingangsbereich machen Lust auf mehr Farbe und Pucci.

 

Wer steckt aber hinter den beiden Marken? Was ist das Besondere an der Ausstellung? Signora Pucci und Andrea Bonaveri haben ein paar Fragen beantwortet.

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Laudomia Pucci (Designerin PUCCI), Andrea Bonaveri (Produzent BONAVERI Schaufensterfiguren) Ausstellungseröffnung „BONAVERI – A FAN OF PUCCI“ bei LODENFREY am Dom in Kooperation mit VOGUE / Foto: BrauerPhotos / G.Nitschke

 

Vier Fragen an Laudomia M. Pucci:

Q: Wie ist es, wenn man in einer Fashion-Familie wie Emilio Pucci aufwächst?

A: Für mich ist und war Mode immer etwas ganz natürliches. Ich wurde hineingeboren – ich war immer von Mode umgeben und sie war ein ganz natürlicher Teil meines Aufwachsens, meiner Erziehung, meiner Kultur. Mode ist alles, was ich kann und gelernt habe (lacht). Gleich nach meinem Studium – Ökonomie und Politikwissenschaft – bin ich in das Familienunternehmen eingestiegen. Damals war ich 23 Jahre alt, mein Vater wurde zu meinem Lehrmeister. In Italien ist das ganz normal: Die Kinder steigen in das Familienunternehmen ein. Mit 25 ging ich nach Paris und durfte zwei Jahre von Hubert de Givenchy persönlich lernen; er war wie ein zweiter Vater für mich und hat mir so viel beigebracht. Mit 27 kehrte ich dann nach Italien zurück und übernahm das Familienunternehmen. Das war viel Verantwortung in so jungen Jahren. Aber ich wollte das Erbe meines Vaters weiterführen.

Q: Wie wichtig sind Herkunft und Innovation? Auch in Ihren Designs?

A: Die Herkunft und Geschichte einer Marke sind essenziell: Respektiere Deine Herkunft und bleibe Dir selber immer treu – dann kannst Du Dich weiter auch weiter entwickeln. Innovation ist in meinen Augen eine Mischung aus Talent und neuen Technologien. PUCCI ist in all den Jahren immer weiter gewachsen und hat sich neu entwickelt – und ist sich selber dabei aber immer 100 Prozent treu geblieben.

Q: Fashion und Kunst – was haben diese beiden gemeinsam?

A: Wissen Sie, was das Besondere an PUCCI Prints ist? Man erkennt sie sofort. Und warum? Weil sie zeitlos sind. Es spielt keine Rolle, ob ein Print von diesem oder letztem Jahr ist – denn es ist auf jeden Fall immer ein wunderschöner, klassischer PUCCI Print. Und genau da schließt sich der Kreis von Fashion und Kunst: Kunst ist ebenso zeitlos. PUCCI Prints haben künstlerischen und unverwechselbaren Charakter – sie haben einen vollkommen eigenen Stil.

Q: Wie kam die Zusammenarbeit mit BONAVERI zustande?

A: BONAVERI und PUCCI kennen sich schon seit vielen, vielen Jahren. Letztes Jahr benannten wir unseren alten Firmenhauptsitz in Florenz nach einem großen Umstyling um in „Emilio Pucci Heritage Hub“. Ich wollte einen Ort erschaffen, an dem die Geschichte und Tradition von PUCCI zelebriert werden und gleichzeitig neue, junge Talente angezogen werden.
So entstand auch die Idee, die PUCCI-Geschichte durch Mannequins von BONAVERI erzählen zu lassen; wir ehren mit dieser imposanten Ausstellung unsere Geschichte und Innovation und präsentieren gleichzeitig unsere facettenreiche Kreativität und handwerkliche Expertise mit Fokus auf den PUCCI Farben und Codes.

 

Fünf Fragen an Andrea Bonaveri:

Q: BONAVERI Schaufensterfiguren sind weltweit berühmt. Was unterscheidet Ihre Mannequins von herkömmlichen Schaufensterfiguren?

A: Wir streben immer nach einer ganz bestimmten Ästhetik, nach der inneren Schönheit der Formen. Wir fertigen alle unserer Mannequins in unserem Atelier an, so können wir sicherstellen, dass jede ihre individuelle Ästhetik erhält. Entscheidend ist, dass jedes Mannequin eine Seele hat, damit es in allen Lebenssituationen möglichst naturgetreu wirken und die Ansprüche der Fashion-Kunden stets erfüllen kann.

Q. Sie führen das Familienunternehmen in zweiter Generation. Wie wichtig sind Tradition und Geschichte in Ihrem Unternehmen?

A: Ich wuchs umgeben von BONAVERI Mannequins auf. Familie und Business waren immer eng miteinander verbunden, sicherlich eine entscheidende Quelle meiner Visionen und Passionen. Dieses Hand-in-Hand von Familie und Unternehmen hat mich maßgeblich geprägt – in privater wie auch in professioneller Hinsicht. Traditionen spielen für uns eine sehr große Rolle, aber wir sind nicht von ihnen abhängig. Vielmehr sehen wir sie als Ausgangspunkt, von dem aus wir uns weiterentwickeln und neue Terrains erforschen können, um dann durch unsere Arbeit potenzielle neue Traditionen zu erfinden. Unsere Vergangenheit ist Privileg und gleichzeitig Verantwortung unseren Kunden, Mitarbeitern und uns selbst gegenüber.

Q: Mode und Kunst – was haben diese beiden gemeinsam?

A: In meinen Augen ist Kunst die treibende Energie, die alle kreativen Handwerke beeinflusst. Kunst zeigt uns, wer wir sind, lässt uns unsere Vorstellung von Schönheit hinterfragen, fordert unsere Sensibilität heraus und regt unsere Meinungsbildung an. Wir können nicht von Fashion sprechen, ohne dabei auch von den künstlerischen Einflüssen zu sprechen, die zu ihrer Entstehung beigetragen haben. Mit BONAVERI – A FAN OF PUCCI spielen wir mit den Grenzen dieser zwei. Von der Mode inspiriert haben wir vollkommen neue künstlerische Dimensionen erschaffen und erkundet.

Q: Was bedeutet die Kooperation mit PUCCI für Sie?

A: Zunächst ist es eine unglaubliche Ehre und Freude, mit einer so renommierten und geschätzten Modehaus zusammenarbeiten zu dürfen. Aber es ist auch eine Herausforderung, unsere Ideen, unseren Anspruch an Qualität, Schönheit, Handwerkskunst usw. auf ein neues Level zu heben. Diese Erfahrung hat gezeigt, dass man die Geschichte eines Modelabels durch die innovative Interaktion von Kollektion und Mannequins darstellen kann. Es ist uns gelungen, dass unsere Figuren tatsächlich die Botschaft und den Stil der Mode verkörpern.

Q: Sie haben den „Riesen“ extra für PUCCI erschaffen. Was war die Idee hinter diesem überdimensionalen Mannequin?

A: Schönheit kennt keine Größe. Wir haben einen Solitär erschaffen, der all die Mühe und Passion unserer Arbeit an diesem Projekt verkörpert. Unser „Riese“ zeugt aber auch der intensiven Verbindung von Formen und Farben, und er ist eine besondere Hommage an den ikonischsten Print von Pucci: Vivara.

erstellt am: 08.04.2019

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Oliver Rauh

Creative Mind, Influencer & Stylist

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