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Zum Auftakt spielt Antoine Tamestit (Jahrgang 1979) begleitet vom Münchener Kammerorchester das „Potpourri (Fantasie) op. 94“ von Johann Nepomuk Hummel. Der viel gefeierte französische Bratschist zeichnet sich durch eine tiefgründige, natürliche Musikalität, ein unvergleichliches technisches Können und einen überaus farbenreichen und ausdrucksstarken Bratschenton aus. Hummels Werk für Viola und Orchester gehört vor allem in der gekürzten Version als „Fantasie“ zum Kernrepertoire jedes Bratschisten. Gespickt mit Zitaten aus Opern Mozarts und Rossinis und eingerahmt von neu komponierten Abschnitten, füllt das „Potpourri“ eine Lücke im schmalen Repertoire der klassisch-frühromantischen Epoche.

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Antoine Tamestit (Foto: Julien Mignot)

Danach betritt der ukrainische Violinist Valeriy Sokolov die Bühne, der zu den bedeutendsten jungen Künstlern seiner Generation zählt. Im Alter von 13 Jahren verließ der junge Varleriy seine Heimat, um in England an der Yehudi Menuhin School bei Natalia Boyarskaya zu studieren. Später setzte er seine Studien bei Felix Andrievsky, Mark Lubotsky, Ana Chumachenco, Gidon Kremer und Boris Kuschnir fort. Der gebürtige Ukrainer (Jahrgang 1986) ist regelmäßig zu Gast bei den führenden Orchestern weltweit. Beim Münchener Aids-Konzert spielt er das „Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26“ von Max Bruch, bis heute das bekannteste Werk des Komponisten.

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Valeriy Sokolov_(Foto: Simon Fowler)

Nach der Pause dürfen sich die Besucher auf Robin Johannsen freuen, die den Programmpunkt von Anna Lucia Richter übernahm, deren Auftritt krankheitsbedingt abgesagt wurde.  Sie singt die Motette für Sopran und Orchester „Exsultate, jubilate, KV 165“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Die amerikanische Sopranistin Robin Johannsen kam als Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin nach Europa und wurde bald festes Ensemblemitglied des Hauses. Nach drei Jahren wechselte sie an die Oper Leipzig und ist seit 2008 freischaffend tätig, mit einer besonderen Affinität zu Barock und Klassischer Musik.

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Robin Johannsen (Foto: Tatjana Dachsel)

Zu Abschluss des Konzertabends spielt Gerhard Oppitz mit dem Münchener Kammerorchester das „Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 op. 73“ von Ludwig van Beethoven. Oppitz hat 1977 als erster Deutscher den Arthur Rubinstein-Klavierwettbewerb in Tel Aviv gewonnen. Der 64-jährige Pianist zählt seit Jahrzehnten zu den Meistern seines Faches und gilt als herausragender, angenehm uneitler Künstler, der sich insbesondere in der Darbietung vollständiger Werkzyklen für Soloklavier einen Namen gemacht hat. Seit 2014 ist er Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst, der höchsten Auszeichnung des Freistaats Bayern.

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Gerhard Oppitz (Foto: Concerto Winderstein)

Die Leitung des Münchener Aids-Konzerts hat erstmals Clemens Schuldt inne. Er übernahm die Leitung des Wohltätigkeitskonzertes am 1. Januar 2018 von Alexander Liebreich, dem vorherigen künstlerischen Leiter des Münchener Kammerorchesters und Begründer der Veranstaltung. Das Konzert wird live im Programm von BR-Klassik übertragen.

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Clemens Schuldt (Foto: Marco Borggreve)

Ein Abend im Zeichen der guten Sache
Der Tradition folgend wird auch das 12. Münchener Aids-Konzert sowohl vom Orchester wie auch von allen Gaststars ohne Honorierung gestaltet. Der Erlös der Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter kommt 2018 dem Hilfsfond der Münchner Aids-Hilfe zu Gute. Zudem engagieren sich etliche Münchner Firmen und private Förderer und helfen mit Geld- und Sachspenden die Veranstaltungskosten aufzufangen und zusätzliche Spenden zu generieren. Das Münchener Kammerorchester setzt mit diesem Konzert ein Zeichen für die gesellschaftliche Verantwortung der Musiker und den Einsatz für eine liberale, offene, von Toleranz getragene Gesellschaft.

Karten für das 12. Münchener Aids-Konzert am 12. April 2018 im Prinzregententheater sind für 38 Euro bis 98 Euro (Jugendkarte 18 Euro) online, per E-Mail unter ticket@m-k-o.eu, telefonisch über den Kartenservice des Münchener Kammerorchesters unter 089 / 46 13 64 30 sowie bei München Ticket (Tel. 089 / 54 81 81 81 bzw. www.muenchenticket.de) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

erstellt am: 05.04.2018

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Redaktion

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