Kategorie: München lokal, Specials

Böhmler

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Ich glaube, dass sich die Krise und die Erkenntnis, wie abhängig uns die globalen Lieferketten und internationalen Importe machen, langfristig durchaus positiv auf den lokalen Einzelhandel auswirken. Außerdem glaube ich, dass die Menschen während des Lockdowns eine neue Sensibilität, Solidarität und Wertschätzung für ihre Nachbarn, die lokale Gastronomie und den Einzelhandel vor Ort entwickelt haben. Das hat sich ja auch in den lokalen Initiativen „München hält zamm“ und „Kauflokal“ gezeigt hat. Der Shutdown hat meines Erachtens vielen gezeigt, wie vielfältig und hochwertig der lokale Einzelhandel ist, aber auch, wie wichtig der persönliche Kontakt und die fachliche Beratung sind. Viele haben online eingekauft, aber viele haben auch neue lokale Geschäfte entdeckt und bleiben ihnen hoffentlich auch danach treu und gehen nicht wieder an die großen Ketten und den Internethandel verloren. Was wir feststellen, ist eine verstärkte Nachfrage nach „Made in Germany“ und dies ist sicherlich die Antwort auf die nicht immer gesunde Globalisierung in unserer Welt. Vielleicht ist dies der Anfang einer neuen „Localisation“ als Gegenentwurf zur „Globalisation“.

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Zunächst einmal hoffe ich, dass von uns lokalen Einzelhändlern so viele wie möglich diese außergewöhnliche Krise überleben. Als Einzelhändler brauchen wir natürlich in erster Linie ein gesundes Konsumklima und dazu brauchen unsere Kunden Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft. Die Krise hat durch den erzwungenen Stillstand meines Erachtens gewisse Trends, die es schon vorher gab, beschleunigt, wie z.B. die Übersättigung durch schnellen und austauschbaren Konsum. Die großen Bekleidungsketten haben zu kämpfen, ebenso sind billige, massenproduzierte Möbel nicht mehr so gefragt. In unsicheren Zeiten bemerken wir eine Zuwendung zu substantiellen Werten wie Qualität und Nachhaltigkeit – traditionelles Handwerk ist gefragt wie nie. Da sehe ich insgesamt die Stärke des lokalen Handels: Im persönlichen Kontakt und in der Möglichkeit, den Menschen vor Ort etwas Besonderes, ihren Bedürfnissen und ihrer Umgebung Entsprechendes zu bieten. Meine Hoffnung für den lokalen Einzelhandel ist, dass die Menschen erkennen, wie wichtig und wertvoll der lokale Einzelhandel ist und Einkaufsentscheidungen dementsprechend fällen.

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Ich glaube, dass sich die Krise und die Erkenntnis, wie abhängig uns die globalen Lieferketten und internationalen Importe machen, langfristig durchaus positiv auf den lokalen Einzelhandel auswirken. Außerdem glaube ich, dass die Menschen während des Lockdowns eine neue Sensibilität, Solidarität und Wertschätzung für ihre Nachbarn, die lokale Gastronomie und den Einzelhandel vor Ort entwickelt haben. Das hat sich ja auch in den lokalen Initiativen „München hält zamm“ und „Kauflokal“ gezeigt hat. Der Shutdown hat meines Erachtens vielen gezeigt, wie vielfältig und hochwertig der lokale Einzelhandel ist, aber auch, wie wichtig der persönliche Kontakt und die fachliche Beratung sind. Viele haben online eingekauft, aber viele haben auch neue lokale Geschäfte entdeckt und bleiben ihnen hoffentlich auch danach treu und gehen nicht wieder an die großen Ketten und den Internethandel verloren. Was wir feststellen, ist eine verstärkte Nachfrage nach „Made in Germany“ und dies ist sicherlich die Antwort auf die nicht immer gesunde Globalisierung in unserer Welt. Vielleicht ist dies der Anfang einer neuen „Localisation“ als Gegenentwurf zur „Globalisation“.

 

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Im Gespräch mit Georg Böhmler, Geschäftsführer.

erstellt am: 24.06.2020

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VIVA MONACO

Olivia Rybak

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